Grenzregionen als Motor europäischer Hochschulkooperation

Experten und Expertinnen in der Diskussion in Brüssel

Auf Einladung von Eucor – The European Campus kamen am 5. März 2026 in den Räumlichkeiten von Grand Est Europe in Brüssel Vertreter*innen aus europäischen Institutionen, Ländern und Regionen mit den Leitungen der Eucor-Universitäten zu einer Expert*innendiskussion zusammen. Im Rahmen des EVTZ-Jubiläums tauschten sie sich über die Zukunft grenzüberschreitender Universitätskooperationen in der Europäischen Union (EU) aus. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie regionale Universitätsverbünde wie Eucor zur Weiterentwicklung des europäischen Hochschul- und Forschungsraums beitragen können.

Verschiedene EU-Politikbereiche wirkungsvoll verbinden

Experten und Expertinnen in der Diskussion in Brüssel

Ein zentrales Thema der Diskussion war das Zusammenspiel verschiedener EU-Politikbereiche, etwa in den Bereichen Forschung, Bildung, Innovation und Regionalentwicklung. Gerade in grenzüberschreitenden Regionen zeigen sich die Chancen, die entstehen, wenn Programme und Initiativen nicht isoliert, sondern miteinander verzahnt werden.

Eucor zeigt, wie Universitäten, die über Grenzen hinweg zusammenarbeiten, bestehende EU-Programme (Horizon Europe, Interreg, Erasmus+) kombinieren und so neue Formen der Kooperation entwickeln können. Damit wird deutlich, dass die Programme bereits positiv zusammenwirken, gleichzeitig besteht aber weiterhin der Bedarf, die Schnittstellen zwischen den Initiativen weiter zu vereinfachen und zu koordinieren.

Die Teilnehmenden betonten, dass es für die Zukunft entscheidend sei, nicht Einzelprogramme isoliert zu betrachten und weiterzuentwickeln, sondern EU-Politikbereiche gezielt aufeinander abzustimmen, damit Innovation und Kooperation vor Ort bestmöglich unterstützt werden.

Grenzregionen als Orte europäischer Innovation

Am Beispiel von Eucor wurde deutlich, dass grenzüberschreitende Zusammenarbeit häufig als Pionier- und Experimentierräume für europäische Zusammenarbeit fungieren. Neue Formen der Kooperation entstehen regional oft aus der Praxis heraus: Universitäten, Regionen und politische Akteur*innen entwickeln gemeinsam Lösungen für Fragen, die sich aus der Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen nationalen Systemen ergeben, beispielsweise bei Eucors grenzüberschreitenden Professuren, die europäisches Neuland betreten.

Neben finanzieller Unterstützung wurde daher auch der Abbau rechtlicher und administrativer Hürden als wichtiger Faktor genannt, um solche Kooperationen weiter zu stärken.

Zugleich unterstrichen die Teilnehmenden die Bedeutung der regionalen Dimension im europäischen Hochschulraum. Der europäische Mehrwert entstehe häufig gerade dort, wo Institutionen aus verschiedenen Ländern im Alltag zusammenarbeiten. Grenzregionen seien deshalb zentrale Orte, an denen europäische Integration konkret gestaltet und weiterentwickelt wird. Eucor verdeutlicht, wie solche grenzüberschreitenden Verbünde konkrete Impulse für europäische Innovation und Kooperation vor Ort liefern können.

Teilnehmende

Rita Adam, Melanie Arndt, Brita Bamert, Thomas Bautz, Frédérique Berrod, Klaus Boehle, Gaëtan Claeys, Carlo Crameri, Anne Cudel, Ricardo Ferreira, Bernd Finger, Marc Frick, Sandra Gillner, Astrid Hannes, Thomas Hirth, Mathilde Jacq, Christian Jäger, Bodo Lehmann, Virginie Manfroni, Markku Markkula, Sabine Menu, Antoine Mercier, Eric M. Miller, Pierre-Alain Muller, Pascale Nachez, Frank Petrikowski, Jean-Marc Planeix, Felicitas Proksch, Andrea Schenker-Wicki, Bruno Tobback, Stefan Zotti

Zurück zur Newsübersicht