Neue Eucor-Initiativen für nachhaltige Transformation
Am 2. Februar 2026 wurde die Universität Freiburg zum Treffpunkt für rund 20 Wissenschaftler*innen aus dem Eucor-Verbund und Partnerinstitutionen. Beim Exploratory Workshop „Urban Climate – Sustainable Food“ stand nichts Geringeres als die nachhaltige Transformation von Städten und Ernährungssystemen im Mittelpunkt.
Forscher*innen aus unterschiedlichen Disziplinen diskutierten, wie urbane Räume klimaresilienter gestaltet und Ernährungssysteme zukunftsfähig organisiert werden können. Ziel war es nicht nur, Ideen auszutauschen, sondern konkrete, grenzüberschreitende Forschungsprojekte auf den Weg zu bringen.
Der Workshop begann mit einer Einführung in die Strukturen von Eucor, Informationen zum mobilen Partizipationslabor MobiLab sowie zu Finanzierungsoptionen für oberrheinische Forschungsprojekte.
„Urban Climate“: Auf dem Weg zum grenzüberschreitenden Nachhaltigkeitscampus
In der Arbeitsgruppe „Urban Climate“ wurden zunächst vier Projektideen vorgestellt: „Sustainable / Clim´Ability Campus“, „TEPUI“ zur Förderung des städtischen biologischen Erbes durch blau-grüne Dächer, „Kollaboratives Wohnen“ sowie „City Forests / Food Forests“.
Schnell kristallisierte sich heraus, dass viele dieser Ansätze ineinandergreifen. Aus der Diskussion entstand der gemeinsame Projektvorschlag mit dem Arbeitstitel „Grenzüberschreitender Nachhaltigkeitscampus“. Nachhaltigkeit wird dabei umfassend gedacht – als Resilienz, Wohlbefinden, Klimaschutz und transformativer Campusansatz.
Das geplante Projekt verbindet Themen wie Hitze, Dachbegrünung und urbane Wälder und soll Forschung, Lehre und universitären Betrieb gleichermaßen einbeziehen. Auch das MobiLab soll aktiv eingebunden werden. Ein gemeinsamer Finanzierungsantrag ist bereits in Vorbereitung.
Die detaillierte Ausarbeitung ist für einen Follow-up-Workshop vorgesehen, der im April oder Mai an der Universität Freiburg stattfinden soll.
„Sustainable Food“: Resilienz und Ernährungssicherheit im Fokus
Auch die zweite Arbeitsgruppe arbeitete intensiv an zukunftsweisenden Ansätzen. Unter dem Titel „Sustainable Food“ identifizierten die Teilnehmenden Resilienz und Ernährungssicherheit als zentrale Forschungsschwerpunkte. Diskutiert wurden unter anderem zirkuläre Lebensmittelsysteme, Fragen der Bioökonomie sowie die Rolle von Daten für nachhaltige Transformationsprozesse.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der gesellschaftlichen Dimension: Wie akzeptiert sind Veränderungen in Ernährung und Zutaten? Welche Rolle spielen neue Technologien? Und wie kann die oft verlorene Verbindung zwischen Menschen und Lebensmittelproduktion wieder gestärkt werden?
Die Ideen wurden strukturiert gebündelt und sollen ebenfalls im Follow-up-Workshop konkretisiert werden. Zur Vorbereitung wird derzeit eine Projektmatrix erarbeitet, um Themen, Partner und Fördermöglichkeiten systematisch zusammenzuführen.
Offener Aufruf zur Beteiligung
Die Universität Freiburg organisiert den kommenden Follow-up-Workshop und begleitet beide Gruppen auch darüber hinaus bei der Projektentwicklung.
„Die Transformation unserer Städte und Ernährungssysteme gelingt nur gemeinsam und grenzüberschreitend. Wir laden daher ausdrücklich weitere Wissenschaftler*innen aus dem Eucor-Raum ein, sich einzubringen“, betont Sofia Ganter, Eucor-Referentin an der Universität Freiburg.
Interessierte Forschende können sich direkt an Sofia Ganter wenden und so Teil eines wachsenden Netzwerks werden, das nachhaltige Lösungen für die Herausforderungen von morgen entwickeln will.